Göttingen - Sehenswürdigkeiten

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus, dessen Kernbau um 1270 als sogenanntes „kophus“ errichtet wurde, wurde im 13. bis 16. Jahrhundert zur heutigen Größe erweitert. Architektonisch reizvoll sind die gotische Laube und die Rathaushalle mit Wandmalereien aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert sind auch die mittelalterliche Dorntze mit ihrer gotischen Heizanlage und das Gefängnis. Im Rathaus befindet sich heute die Tourist-Information, in der Halle finden Empfänge und Konzerte statt. Die Dorntze dient als Trauzimmer, das Obergeschoss ist Ort wechselnder Ausstellungen. Während des Turnfestes sind hier die Fahnenausstellung und die „sport- und turngeschichtlichen Ausstellungen“ zu finden.

Gänseliesel-Brunnen

Vor dem Alten Rathaus steht der Marktbrunnen mit dem 1901 aufgestellten Gänseliesel, dem Wahrzeichen Göttingens. Sie gilt als „meistgeküsstes Mädchen der Welt“, weil nach altem Brauch jeder frisch promovierte Doktor der Universität die Figur küssen muss.

Johanniskirche

Zwei unterschiedliche Türme prägen das Bild der zwischen 1300 und 1344 erbauten gotischen Hallenkirche St. Johannis mit ihrem romanischen Nordportal. Der Nordturm beherbergte bis in die Neuzeit die Turmwächter der Stadt, später befand sich hier die höchstgelegene Studentenwohnung Deutschlands. Heute wird das Turmzimmer von der Gemeinde St. Johannis als Andachtsraum genutzt.

Jacobikirche

Ein Meisterwerk der Gotik und bedeutendstes Bauwerk Göttingens (1361-1459 erbaut) ist die Jacobikirche mit ihrem 72 Meter hohen Turm. Der Innenraum, 1998/99 nach Renaissancevorbild restauriert und mit fünf neuen Motivfenstern ausgestattet, beherbergt einen wertvollen Doppelflügelaltar, der 1402 von einem unbekannten Meister geschaffen wurde.

Junkernschänke

Die prächtigen Schnitzereien an der Göttinger Junkernschänke, 1446 als gotisches Fachwerkhaus erbaut und 1547/49 im Stil der Renaissance umgebaut, erzählen biblische Geschichten. Auf dem Eckpfosten sind der Erbauer, Giselher Swanenflogel, und seine Ehefrau dargestellt.

Schrödersches Haus

Das Schrödersche Haus in der Weender Straße, heute die Hauptachse der Fußgängerzone, verrät dank der üppigen Schnitzereien den Beruf seines Erbauers. Das Renaissance-Fachwerkhaus wurde 1546 von einem wohlhabenden Tuchmacher errichtet.

Deutsches Theater

Kulturelle Highlights bietet das Deutsche Theater in Göttingen, das sich auch überregional großer Beliebtheit erfreut. Das Gebäude wurde 1888/89 von Hofbaumeister Gerhard Schnitger nach dem Vorbild des großherzoglichen Hoftheaters in Oldenburg erbaut. Den Namen Deutsches Theater erhielt es 1950 unter dem Intendanten Heinz Hilpert.

Aula der Universität

Die altehrwürdige Aula der Universität wurde 1837 zum 100. Geburtstag der Universität eingeweiht. Das klassizistische Gebäude am Wilhelmsplatz mit seinem beeindruckenden Giebelrelief beherbergt einen großen Festsaal mit wertvollen Herrscherportraits. Unter dem Auladach befindet sich auch heute noch der Karzer, das historische Studentengefängnis. Die gut erhaltenen Karzerzellen beeindrucken vor allem mit mehr oder weniger kunstvollen Hinterlassenschaften der ehemaligen Insassen.

Historische Sternwarte

Erster Direktor der Sternwarte war der berühmte Mathematiker, Astronom und Physiker Carl Friedrich Gauß. Fast 50 Jahre lang war die Sternwarte Wohn- und Arbeitsstätte des berühmten Gelehrten, der im Jahr 1807 einen Ruf an die Göttinger Universität erhielt. Nach Fertigstellung der Sternwarte (1816) lebte und forschte er hier bis zu seinem Tod. Das wissenschaftsgeschichtlich einmalige Gebäude wurde nach historischem Vorbild wieder hergerichtet und beherbergt die Graduiertenschulen und das Lichtenberg-Kolleg der Georg-August-Universität Göttingen.

Alter Botanischer Garten

In der Innenstadt liegt zu beiden Seiten des Walls, dem Rest der 1362 bis 1577 erbauten Stadtbefestigung, der 1736 angelegte Alte Botanische Garten. Mit seinen historischen Gewächshäusern, den botanischen Anlagen und dem alten Baumbestand lädt er Besucher zu einem Spaziergang abseits des Innenstadttrubels ein.

Sonntagsspaziergänge

Die Georg-August-Universität besitzt eindrucksvolle Lehr- und Forschungssammlungen von internationaler Bedeutung, deren Gründung auf die Anfänge der Universität im 18. Jahrhundert zurückgeht. Sechs der großen musealen Sammlungen sind regelmäßig auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Jeden Sonntag in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr laden das Zoologische Museum, die Kunstsammlung, die Ethnologische Sammlung, die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen, die Musikinstrumentensammlung sowie das Geowissenschaftliche Museum zum Sonntagsspaziergang ein.

Bismarckhäuschen

Im letzten erhaltenen Wallturm der alten Stadtbefestigung, (1459 erbaut), wohnte 1833 einer der berühmtesten Göttinger Studenten, der spätere Reichskanzler Otto von Bismarck. Sein Studierzimmer kann besichtigt werden.

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB)

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, 1734 gegründet, gehört zu den größten Bibliotheken Deutschlands (7,7 Millionen Medieneinheiten). Im Altbau beherbergt sie wertvolle Handschriften und seltene Drucke, darunter eine zweibändige, auf Pergament gedruckte Gutenberg- Bibel. Der Neubau entstand 1992 auf dem Campus am Platz der Göttinger Sieben. Im Akademiehof/Papendiek stehen verschiedene Skulpturen: Lichtenberg-Denkmal von Prof. Volker Neuhoff (1992), Skulptur „Butt im Griff“ von Günter Grass (2004), Nachbau des Gauß- Weber-Telegraphen von Reinhold Wittig, das Gegenstück steht an der Sternwarte (2011).

Weitere Informationen

Tourist-Information Göttingen

Altes Rathaus, Markt 9, 37073 Göttingen

www.goettingen-tourismus.de

E-Mail: tourismus@goettingen.de

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 9:30 –18:00 Uhr

Sa: 10:00 –18:00 Uhr, So: 10:00 –14:00 Uhr